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Ursachen von Depressionen

Es gibt viele verschiedene Erklärungsansätze, warum Menschen eine Depression entwickeln. Dabei widersprechen sich die unterschiedlichen Annahmen in der Regel nicht, da sich je nach Forschungsschwerpunkt einfach nur der Blickwinkel und die Herangehensweise der jeweiligen Forscher ändert. So sind beispielweise evolutionstheoretische Annahmen mit biologischen Ansichten durchaus vereinbar. Im Folgenden werden die wichtigsten Ansätze erläutert.

Genetische Ursachen der Depression

Untersuchungen zeigen, dass genetische Faktoren zwar eine Rolle bei der Entstehung einer Depression spielen können, aber belegen auch, dass die Genetik nicht alleine dafür verantwortlich ist und auch die sogenannte Umweltfaktoren, also beispielsweise Erziehung, Freundeskreis etc. eine wichtige Rolle spielen. In Zwillingsstudien konnte gezeigt werden, dass selbst bei identischer genetischer Vorbedingung der Zwillingspartner in weniger als 50% ebenfalls eine Depression entwickelt. In der Genetik-Forschung herrscht Konsens darüber, dass es ein isoliertes "Depressions-Gen" nicht gibt.

Neurobiologische Ursachen von Depressionen

Der Zusammenhang zwischen Stress und Depression steht ebenfalls seit langem im Fokus der Forschung, denn während manche Menschen auch mit einem außerordentlich hohen Stresspegel fertig werden, entwickeln manche Menschen schon bei einer niedrigeren Belastung eine Depression. Depressionen können also als Fehlanpassung an chronischen Stress verstanden werden.

Es gilt als sicherer Befund, dass chronischer Stress zu einer übermäßigen Ausschüttung von Glucocorticoiden ins Blut führt. Bei Depressiven können z.B. überhöhte Mengen Cortisol festgestellt werden. Dies lässt auf einen Zusammenhang zwischen empfundenem Stress und der Entstehung einer Depression schließen.

Vor diesem Hintergrund haben sich therapeutische Ansätze bei der Behandlung von Depressionen bewährt, die das subjektive Stresserleben der Betroffenen beeinflussen und bessere Strategien zur Stressbewältigung vermitteln.

Psychologische Theorien zur Depressionsentstehung

Es gibt eine Reihe psychologischer Theorien zur Entstehung von Depressionen, die als Grundlage verschiedener Therapieansätze dienten. Beispielhaft sollen im Folgenden einige davon dargestellt werden.

Erlernte Hilflosigkeit als Ursache von Depressionen

Eine Theorie von Martin Seligman besagt, dass Depressionen durch das Gefühl von Hilflosigkeit entsteht. Er geht davon aus, dass, Menschen die der Überzeugung sind, bestimmte unangenehme Ereignissen nicht beeinflussen zu können, deswegen Hilflosigkeit empfinden. Diese empfundene Hilflosigkeit löst nach seiner Theorie Depressionen aus. Mit Seligmans Modell lässt sich auch erklären, weshalb Angststörungen und Depressionen häufig zusammen auftreten, denn Menschen die an Angststörungen leiden, können Ihre Angst nur sehr schlecht oder gar nicht kontrollieren. Dies führt dazu, dass die Betroffenen Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit empfinden.

Kognitionen (mentaler Prozess) als Ursache von Depressionen

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Die Kognitive Triade umfasst drei dysfunktionale Annahmen
Becks Depressionstheorie geht davon aus, dass depressive Menschen die Realität auf eine einseitige und für sie schädliche Weise interpretieren.

Zentrale Rolle in seiner Depressionstheorie spielt die sogenannte Kognitive Triade. Sie besteht aus negativen Gedanken über drei Lebensaspekte:
  • Das Selbst (z.B. "Ich bin wertlos")

  • Die Umwelt (z.B. "Niemand liebt mich.")

  • Die Zukunft (z.B. "Es ist alles hoffnungslos.")

Beck geht davon aus, dass diese ungünstigen Überzeugungen den Symptomen der Depression vorausgehen. Dysfunktionale Überzeugungen zeichnen sich dabei durch folgende Charakteristika aus:
  • Sie sind rigide und überzogen
  • Sie entwickeln sich vor dem Erwachsenenalter durch negative Erfahrungen mit Bezugspersonen
  • können - jahrelang inaktiv - durch eine aktuelle Lebenskrise oder depressive Verstimmung wieder aktiviert werden.



Evolutionsbiologische Theorien zur Depressionsentstehung

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist es denkbar, dass Depressionen in der Menschheitsgeschichte ursprünglich einmal adaptiv waren, das heißt, einem bestimmten Zweck dienten (beispielsweise als Unterordnungsreaktion nach einer Niederlage). Auch heute könnten Depressionen eine Funktion haben, die aufgrund des eingeengten Blickes auf den Krankheitsaspekt ggf. nicht ausreichend wahrgenommen wird. Dies würde auch mit dem Anstieg der Diagnosen von Depressionen zusammenpassen, da unser Alltag mehr und mehr durch Konkurrenzdenken geprägt ist, das Sieger und Verlierer produziert. Die reduzierte Handlungsbereitschaft, die mit Depressionen einhergeht, könnte ebenfalls einen funktionalen Aspekt haben.

Physiologische Ursachen für Depressionen

Über die bisher genannten Ursachen für Depressionen hinaus spielen auch biogene Faktoren eine Rolle. So ist die allseits bekannte "Winter- oder Herbstdepression" im Wesentlichen auf einen Mangel an Tageslicht zurückzuführen. Betroffenen kann durch bestimmte UV-Lampen oder ein Urlaub in der Sonne oft schon ausreichend geholfen werden. Typischerweise kommen die Symptome, sobald die Tage kürzer werden und verschwinden pünktlich zum Frühlingsanfang wieder. Aber auch ein Übermaß an Schlaf kann die Botenstoffe im Zentralen Nervensystem durcheinander bringen, sodass eine Depression entstehen kann. Aus diesem Grund empfehlen viele Ärzte ihren Patienten ihre Schlafdauer zu verkürzen. Studien haben gezeigt, dass verkürzte Schlafzeiten stimmungsaufhellend wirken können.

Substanzinduzierte Depressionen

Depressive Symptome können auch durch die Einnahme ebenso wie durch das Absetzen bestimmter Substanzen ausgelöst werden. Dies gilt genauso für Patienten, die Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, Sexualhormone und Betablocker einnehmen wie für machen Kaffeetrinker oder starken Raucher. Der Unterschied zwischen einer substanzbezogenen Depression und einer von der Medikamenteneinnahme unabhängigen ist häufig schwer zu erkennen.

Hormonelle Faktoren als Auslöser von Depressionen

Auch hormonelle Veränderungen können Depressionen auslösen. So leiden ca 10% der Schwangeren während der Schwangerschaft an depressiven Verstimmungen und zwischen 10 und 15% aller jungen Mütter an "Wochenbettdepressionen". Letztere sind wahrscheinlich auf einen rapiden Abfall des Hormons Östrogen zurückzuführen, das einen stimmungsstabilisierenden Effekt hat. Dem gleichen Prinzip liegt auch das Prämenstruelle Syndrom zugrunde.



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